Auf Kurs bleiben
- Johann&Betty

- 27. März
- 3 Min. Lesezeit
Wir stehen schon knöcheltief im neuen Jahr. Einige Pläne wurden vor oder zu Beginn des Jahres geschmiedet. Und nur wenige Wochen später stehen wir plötzlich vor Umständen, die wir so nicht erwartet hatten. So erging es uns in den letzten Wochen und Monaten. Und immer wieder kam diese Frage auf: Wie schaffe ich es eigentlich, den Auftrag Gottes wirklich auszuführen?

Wenn Klarheit auf Widerstand trifft
Seit wir uns entschieden haben, dem Ruf Gottes zu folgen, war uns eines bewusst: Auch wenn der Auftrag klar ist, wird der Weg nicht immer bequem sein. Ein Leben aus der Bibel, dass das eindrucksvoll zeigt, ist das von Nehemia.
Er hatte einen klaren Auftrag: Die zerstörten Mauern Jerusalems wieder aufbauen (Nehemia 2). Ein sehr konkreter, sichtbarer und auch sehr herausfordernder Auftrag.
Kaum fängt das Bauen an, kommen die Feinde: Sanballat, Tobija und andere Gegner treten auf. Zuerst kommen sie mit Spott und Hohn: „Sollen sie doch bauen! Wenn ein Fuchs an der Mauer hochspringt, fällt sie wieder in sich zusammen!“ (Nehemia 3,35). Dann Drohungen und Pläne zum Angriff. Und zuletzt probieren sie es mit Hinterlistigkeit: Einladungen zu „Gesprächen“, falsche Gerüchte, dass Nehemia sich selbst zum König machen will, und sogar ein bezahlter Prophet, der ihm Angst einjagen soll.
Doch Nehemia lässt sich nicht ablenken. Er erlebte unterschiedlichste Wegstrecken. Von der langen Reise vom persischen Hof nach Jerusalem zur mühsamen Phase des Organisierens und Bauens. Es folgen Zeiten der Erschöpfung und inneren Konflikte im Volk (wie Streit um Schulden in Kapitel 5) und schließlich die Freude der Einweihung. Durch alles hindurch blieb er fokussiert, weil er wusste: Dieser Auftrag kommt von Gott, und Sein Wort ist größer als jede Ablenkung und jeder Umstand.
Lass dich nicht ablenken
Nehemia 6,3 ist ein Aufruf für uns heute, auf Kurs zu bleiben: „Ich habe ein großes Werk zu verrichten, darum kann ich nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk stillstehen, wenn ich es ruhen lasse und zu euch hinabkomme? “ (Nehemia 6,3 - SLT)
Nehemia hat nicht verhandelt. Er hat gebetet und weitergebaut – mit einer Hand am Schwert, mit der anderen am Werkzeug (Nehemia 4,17). Unsere Ablenkungen sehen heute anders aus: ständige Benachrichtigungen, Vergleiche, Kompromisse „weil es alle tun“, oder Angst, die uns lähmt. Sprich es laut aus wie Nehemia: „Ich tue ein großes Werk und kann nicht herabkommen.“ Damit schützt du dein Herz (Sprüche 4,23). Nur weil etwas gut zu tun ist, stellt es nicht gleich einen Auftrag für dich dar.
Woher weiß ich, dass ich noch richtig unterwegs bin?
Fokus bedeutet nicht, alles zu tun, was möglich ist. Fokus bedeutet, das zu tun, was Gott dir gesagt hat und den Rest bewusst liegen zu lassen. Zeiten, Gefühle und Umstände ändern sich, aber die Bestimmung Gottes bleibt und ist nicht davon abhängig.
Ein paar Anker, die dir helfen können:
1. Gottes Wort bleibt dein Maßstab
Was Gott spricht, widerspricht nie seinem Wort. Wenn du unsicher wirst, geh zurück zur Wahrheit.
2. Frieden ist ein Kompass
Wir meinen nicht oberflächliche Ruhe, sondern tiefer, leiser Frieden, der bleibt, auch wenn es schwierig wird.
3. Beständigkeit schlägt Emotion
Du wirst nicht jeden Tag „fühlen“, dass du richtig bist. Fokus bedeutet, auch dann weiterzugehen, wenn Gefühle schwanken. Gebet, das Wort Gottes und Menschen, die dich ermutigen und herausfordern, helfen dir, auf Kurs zu bleiben.
4. Bleibe in enger Verbindung mit Gott und Seinem Volk.
Nehemia hat nicht allein gearbeitet. Er hat das Volk mobilisiert und jeder baute an seinem Abschnitt.

Zum Schluss
Das Beste an Nehemias Geschichte? Der Erfolg war nicht seine Leistung. Es war Gottes Werk durch Nehemias Treue. Am Ende standen die Mauern und das Volk lobte Gott.
Du musst nicht jeden Weg verstehen und nicht jede Abzweigung testen. Aber du darfst wissen: Wenn Gott gesprochen hat, ist das genug Bestätigung.
Bleib dran. Bleib wach.
Und vor allem: Bleib auf Kurs.
Ps.: In unserem Newsletter teilen wir mehr über unseren persönlichen Kurs.





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